JACBO-Pfähle für den Flughafen Berlin Brandenburg International.
Der Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) ist der im Bau befindliche Hauptstadt-Flughafen an der Stadtgrenze Berlins im Land Brandenburg. BBI soll die Kapazitäten des Flugverkehrs in und um Berlin vergrößern und ist eines der größten Bauprojekte Deutschlands sowie derzeit die größte Flughafenbaustelle Europas. Der Baubeginn erfolgte mit dem ersten Spatenstich im September 2006, der Bau des neuen Hauptterminals begann im Juli 2008. Der Flughafen soll im Juni 2012 in Betrieb genommen werden. Bis zur Eröffnung des neuen Großflughafens entstehen um den Bereich des Hauptterminals ein Hotel, ein Büro- und Dienstleistungszentrum, drei Parkhäuser sowie ein Mietwagencenter und ein terminalnahes Parkhaus. Der Bauplan sah für alle Parkhäuser und das Mietwagencenter nicht unterkellerte Gebäude vor. Die Konstruktionen waren überwiegend als Stahlverbundkonstruktionen mit Flachgründungen auf Bodenverbesserungen oder auf Pfählen gründend geplant.
JACBO erhielt den Zuschlag (AG: Max Bögl GmbH & Co.) für die Teilbereiche Terminalnahes Parken (TNP) und Neubau Parkhäuser Mietwagencenter (MWC). Ausschlaggebend für die Auftragsvergabe war ein von JACBO erarbeiteter Sondervorschlag mit wirtschaftlichem Vorteil für den Bereich MWC sowie die Bohrgeschwindigkeit. Es wurden bis zu 10 Pfähle Durchmesser 1,20 m (bis 24 m Länge), bis zu 20 Pfähle Durchmesser 0,90 m (bis 26 m Länge) und bis zu 28 Pfähle Durchmesser 0,55 m und 0,65 m (bis 23 m Länge) pro Tag eingebaut. Aufgrund der geologischen Situation und Setzungsminimierung mussten die Pfähle alle eine Mindesttiefe von 23 m einhalten. An manchen Tagen wurden mit zwei Maschinen über 500 m³ Beton pro Tag verbaut. Für beide JACBO-Projekte (TNP/MWC) kam als Pfahlsystem der Schneckenbohrpfahl JACBO-S zum Einsatz.
Die technischen Daten der BBI-Projekte im Detail.
Terminalnahes Parken (TNP). 141 Pfähle, Durchmesser 1,20 m bis 24,15 m Länge. 51 Pfähle, Durchmesser 0,90 m bis 26 m Länge. Erforderliche Tragfähigkeiten: Durchmesser 1,20 m, R1d = 8,44 MN. Durchmesser 0,90 m, R1d = 5,62 MN. Qualitätssicherung: Durchmesser 0,90 m - eine statische und drei dynamische Probebelastungen. Durchmesser 1,20 m - zwei dynamische Probebelastungen. Integritätsprüfungen an allen Pfählen. Alle Probebelastungen waren erfolgreich. Die Bruchlasten wurden bei keiner Probebelastung erreicht.
Neubau Parkhäuser Mietwagencenter (MWC). 20 Pfähle, Durchmesser 1,20 m bis 24 m Länge. 30 Pfähle, Durchmesser 0,90 m bis 23,40 m Länge. 334 Pfähle, Durchmesser 0,65 m bis 23 m Länge. 114 Pfähle, Durchmesser 0,55 m bis 23 m Länge. Erforderliche Tragfähigkeiten: Durchmesser 1,20 m, R1d = 8,56 MN. Durchmesser 0,90 m, R1d = 5,10 MN. Durchmesser 0,65 m, R1d = 3,4 MN. Durchmesser 0,55 m, R1d = 3,01MN. Qualitätssicherung: Durchmesser 0,55 m - eine statische und drei dynamische Probebelastungen. Durchmesser 0,90 m - zwei dynamische Probebelastungen. Integritätsprüfungen an allen Pfählen. Alle Probebelastungen waren erfolgreich. Die Bruchlasten wurden bei keiner Probebelastung erreicht.
Baugrundverhältnisse: Die im Bereich der Bauwerksstandorte bis in bauwerksrelevante Tiefe anstehenden Lockergesteine sind pleistozänen, d.h. eiszeitlichen Ursprungs, wobei insbesondere die weichsel- und saaleglazialen Perioden für das Projektgebiet prägend sind. Vereinfacht lassen sich die anstehenden Schichten trotz unterschiedlicher sedimentärer Genese anhand ihrer geotechnischen Eigenschaften in die folgenden maßgebenden geotechnischen Einheiten untergliedern: Auffüllungen bis ca. 5 m: gemischtkörnige Böden unterschiedlicher Zusammensetzung. Grundmoräne bis ca. 20,5 m: An der Basis weichselglazialer Gletscher(obere Grundmoräne bis ca. 11 m) bzw. saaleglazialer Gletscher (untere Grundmoräne bis ca. 20,5 m) abgelagerte gemischtkörnige Geschiebeböden. Sande bis > 27m: Weichselglazial (obere Sande) bzw. saaleglazial (untere Sande) abgelagerte, weitgehend dicht gelagerte feinkornarme Schmelzwasser-, Fluss- und/oder Talsande. Grundwasser wurde bei ca. 6m unter GOK erkundet. Die vorgegebene Absetztiefe der Pfähle von mindestens 23 m sollte die Mindesteinbindetiefe von 2,5 m in die dicht bis sehr dicht gelagerten schwach schluffigen Sande ab ca. 20,5 m unter GOK zur Setzungsminderung und -vergleichmäßigung gewährleisten.
Informationen und Bilder werden über das Internet schnell bis in den hintersten Winkel dieser Welt verteilt. Das trifft offensichtlich auch auf Bilder aus dem JACBO-Bildarchiv zu. ...mehr lesen
DIN-Normen 4014/EN 1536
Laut Beschluss der europäischen Kommission wurden die maßgebenden nationalen ...mehr lesen
DEKRA Zertifikat
Die JACBO Pfahlgründungen GmbH hat als erstes Unternehmen der Branche das SCC-Zertifikat erhalten. ... mehr lesen
– Aktualisiert am 23.02.2012 –



