Wissenswertes - Geschichte der Bohrtechnik 3. Leonardo da Vinci erfand die Schneckenbohrtechnik.
Wie man im Altertum Löcher in die Erde bohrte, ist nicht überliefert. Der griechische Philosoph und Naturforscher Theophrastos von Eresos berichtet bereits um 320 v. Chr. von einem Wüstenbrunnen von 600 Fuß Tiefe. Sichere Nachrichten finden wir erst bei Leonardo da Vinci (1452–1519).
Eine seiner Skizzen zeigt um 1500 einen Erdbohrer mit doppelter Bewegung. Am oberen Querholz dreht man den Bohrer rechtsläufig in die Erde; am unteren Querholz „wird die Schraube zurückkehren, indem sie sich, ohne sich zu drehen, herauszieht, und sie wird das Erdreich mitführen, das darauf lag“. Auf dem gleichen Blatt skizzierte Leonardo auch einen Pflanzbohrer „um Weinstöcke und andere Fruchtbäume zu pflanzen“.
Einen großen Erdbohrer „um die Erde anzubohren, für Wasser zu finden“ zeigt die Abbildung nach einer Skizze von Leonardo da Vinci. War der Erdbohrer in eingeweihten Kreisen also schon bekannt, so wurde er doch erst 1580 von dem französischen Wissenschaftler Bernard Palissy in seinem Buch „Discours admirables de la nature des eaux“ öffentlich beschrieben. Das Bohren eines tiefen Brunnens von 230 Fuß (1 Fuß = 30,48 cm) beschreibt der französische Ingenieur Marius Mersenne um 1640.
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– Aktualisiert am 05.02.2012 –



