Wissenswertes - die Pfahlmuschel 2.
Wissenschaftler haben jetzt das klebrige Geheimnis von Pfahlmuscheln gelüftet: Ein hoch reaktives Eisenteilchen ermöglicht es den Schalentieren, sich mit ihren Byssusfäden an praktisch jede Oberfläche anzuheften – auch wenn sie so glatt ist wie Glas oder Teflon.
Der Trick ist einfach, aber wirkungsvoll: Die Pfahlmuscheln produzieren Eiweißstoffe als Grundlage für den Klebstoff. Dann sammeln sie Eisen aus dem Meerwasser und bauen die Metallteilchen in die Eiweißmoleküle ein. Ein Eisenteilchen verknüpft dabei drei Proteinfäden sehr fest miteinander. Durch diese Verknüpfung wiederum verändern sich die chemischen Eigenschaften des gesamten Eiweißmoleküls und es geht in ein so genanntes „Radikal“ über. Solche Teilchen sind sehr aggressiv und können mit nahezu allen Materialien in ihrer Nähe reagieren. Auf diese Weise bildet sich eine feste Bindung zwischen Muschelklebstoff und allen möglichen Oberflächen.
Die Forscher vermuten, dass nicht nur Pfahlmuscheln, sondern auch Austern, Tang und sogar Korallen ähnliche Strategien für ihre zum Teil zementartigen Klebstoffe verwenden.
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– Aktualisiert am 05.09.2010 –


