Pressebericht
Optimal spezialisiert.

Die JACBO GmbH in Köln hat mit der Fertigung von Pfahlgründungen ihre erfolgreiche Nische gefunden. Wir informieren Sie über die Ausrichtung, die Erfolgsgeschichte und die zukünftigen Pläne.

„Baugewerbe“ sprach mit Micheal F. Koppers...

„Das, was man heutzutage anbietet, muss perfekt sein“, erklärt JACBO-Geschäftsführer Michael F. Koppers. Er weiß, dass die Zeiten des Alleskönners am Bau vorbei sind. Aus diesem Grund hat sich sein Unternehmen auf eine Nische spezialisiert: Bohrpfahlgründungen für alle Traglasten.

Pfahlgründungen werden eingesetzt, wenn der Boden unter den Fundamenten oder einer Bodenplatte so schlecht ist, dass das Bauwerk nicht sicher gebaut werden könnte. Alternativ könnte man auch den Boden komplett ausbaggern und durch geeigneten Boden ersetzen. Durch die Einführung neuer Pfahlherstellungstechnologien sind die Preise für derartige Gründungssysteme derartig gefallen, dass sie günstiger angeboten werden können als herkömmliche Bodenaustauschlösungen, zumal eine Pfahlgründung Setzungen des Gebäudes quasi ausschließt und damit Mehrwert generiert. (Siehe auch Baugewerbe-Ausgabe 23-24-2005, ab Seite 26 das Thema „Gründungsverfahren“). Ein JACBO-Praxisbeispiel ist der Umbau der Messe Köln, wo die hohen Hallenlasten durch rund 1500 Pfahlgründungen aus Stahlbeton sicher in tragfähigen Bodenschichten abgeleitet wurden.

Man sorgt für ein sicheres Fundament, um weiter darauf zu bauen. Grundlegend für die Arbeit ist vor allem die erschütterungsfreie und Zeit sparende Teilverdränger-Schneckenbohrtechnik. Darüber hinaus bietet JACBO weitere Bohrpfahltypen mit unterschiedlichen Durchmessern und Anwendungsgebieten an. Die Lösungen sind relativ flexibel auf das jeweilige Bauvorhaben und die Baustellenverhältnisse abstimmbar. In Holland werden selbst Einfamilienhäuser meist auf Pfähle gesetzt. Die JACBO-Pfahlgründungen GmbH wurde 1995 im niederrheinischen Weeze gegründet und unterhält heutzutage Niederlassungen in Köln und im niedersächsischen Schüttorf. Alle Niederlassungen agieren mit je einem Geschäftsführer unabhängig voneinander und beschäftigen zusammen insgesamt zwölf Angestellte und Kolonnen mit jeweils 4 Mitarbeitern.

In Schüttorf befindet sich neben Statikern, Kalkulatoren und Bauleitern auch die kaufmännische Verwaltung des Unternehmens. Die 16 gewerblichen Mitarbeiter sind immer in Arbeitskolonnen auf die vier im Einsatz befindlichen Maschinen, aufgeteilt. Zu jeder Kolonne gehören vier gewerbliche Mitarbeiter, die in einem Bus von Baustelle zu Baustelle gefahren werden. „Wir fahren der Arbeit hinterher“, beton der Geschäftsführer.

Baustelleneinsatz perfekt organisiert
Die Maschinen werden nachts zur neuen Baustelle transportiert. Wenn die Maschinen und die Bohrkolonne am Einsatzort angekommen sind, ist die Baustelle im Detail vorbereitet, selbst Unterkunft und Verpflegung sind organisiert. Alle wichtigen Infos liegen als Mappe am Einsatzort. Die gewerblichen Mitarbeiter müssen sich im Grunde nur um die Herstellung der Pfähle kümmern.

Um die Mitarbeiter motiviert und effektiv zu halten, werden die Kolonnengruppen regelmäßig untereinander gemischt. Dadurch kann man durch die gemeinsame Arbeit von den Erfahrungen anderer Kollegen profitieren. „Unsere Technik ist nicht in einem Fachbuch nachlesbar. Das ist vielmehr eine Erfahrungsgeschichte. Fertige Mitarbeiter finden wir kaum auf dem Arbeitsmark, was wir sehr bedauern“, resümiert Michael F. Koppers kritisch.

Das Unternehmen JACBO stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Dort ist der Boden recht sandig, weshalb man die angewandte Technik entwickelt hat. Von dieser holländischen Grundidee ausgehend hat man 1995 auch eine Niederlassung in Deutschland errichtet. Der damalige Standort Weeze ist nicht mehr existent, stattdessen gibt es die zwei Standorte in Köln und Schüttorf. Michael F. Koppers ist mit seinen Mitarbeitern seit 2002 in Köln ansässig. Beide deutschen Niederlassungen sind gleichwertig, so dass keine Hauptniederlassung existiert.

Heutzutage sind nur vier Maschinen bundesweit im Dauereinsatz. „Das reicht zurzeit voll und ganz, um ausreichend am Markt präsent zu sein“, sag der JACBO-Geschäftsführer, „Sie können davon ausgehen, dass wir bei gesteigerter Nachfrage in kurzer Zeit eine weitere Maschine einsetzen würden, passendes gewerbliches Personal vorausgesetzt.“

JACBO Holland hat vor Jahren sogar rund 18 bis 20 Maschinen im Einsatz. Vor allem im Jahr 2001als rund 120 000 Stück Pfähle hergestellt wurden. „Anfangs dachte ich, das können nur 120 000m Pfähle sein, so unglaublich hoch kam mir Zahl vor, aber es waren tatsächlich Stückangaben“, betont Michael F. Koppers mit Nachdruck. Bei einer Pfahllänge von knapp 20 m lässt sich nur ahnen, welche Leistung dahinter gestanden hat. „JACBO Holland hatte damals 18 bis 20 Maschinen im Einsatz. Damals brummte das Geschäft noch“, erinnert er sich.

Seitdem ist der Markt zusammengebrochen. Nur noch vier maschinen in Deutschland und ebenfall vier in den Niederlanden. Dies reicht vollkommen aus, die Maschinen werden zu 90 % ausgelastet. Sie laufen ständig. „Natürlich gibt es Baustellen, wo diese Anzahl an Geräten nicht ausreicht. Auf der Kölner Messe wurden im Jahr 2004 bis zu fünf Geräte eingesetzt. In solchen Fällen bedienen wir uns der Unterstützung unserer holländischen Firmenkollegen“, erklärt der Geschäftsführer.


Unternehmertypen im Wandel

Schneller als die Konkurrenz
Der Firmenchef ist davon überzeugt, dass besonders in seinem Geschäftsfeld und aufgrund der Spezialisiert die Qualität der Arbeit sehr wichtig ist. Nur so kann man sich von der Konkurrenz unterscheiden. „Unser großes Plus ist unser schnelles Arbeiten“, weiß er zu berichten. An guten Tagen schaffen seine Mitarbeiter 40 Pfähle und manchmal auch noch mehr. Diese schnelle Produktion hängt damit zusammen, dass man beim angewandten Verfahren keine Außenschalung benutzt. Beachtlich ist, dass laut dem JACBO-Geschäftsführer diese Art der Anfertigung zu keinem Qualitätsverlust führt. Vielmehr wird eine um fast „25 % höhere Tragfähigkeit“ der Pfähle erzielt.

Natürlich nutzt auch die Konkurrenz diese Technik ohne Schalung, jedoch spricht für JACBO, dass man sich völlig auf Pfahlgründungen spezialisiert hat. Die meisten Spezialtiefbauunternehmen sind im Grunde Alleskönner, die sich täglich bei Arbeit neu aufstellen müssen. Dies macht sich bei den Ausführungen in kleinen Details bemerkbar, die das Bauunternehmen mit Sitz in Köln und Schüttorf deutlich besser ausführt.

Das Einzugsgebiet des Tiefbauspezialisten reicht von Flensburg bis Süddeutschland. Schließlich „fährt man der Arbeit nach“. Der nördliche und östliche Teil der Republik wird von den Kollegen in Schüttorf bearbeitet, der Raum ab dem Ruhrgebiet bis Süddeutschland wird von der Kölner Niederlassung betreut. „Insbesondere in Süddeutschland wollen wir zukünftig noch wachsen“, informiert Michael F. Koppers.

Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als bundesweit als Marktführer bei der Produktion von Schneckenbohrpfählen (SOB). Man hat die Technik mittlerweile so gut drauf, dass selbst große Bauunternehmen die Firma JACBO für diese spezielle Aufgabe regelmäßig als Subunternehmer beauftragen. „Ich habe vor vier Jahren den Schritt aus einer gesicherten beruflichen Position in eine mit schwierigen Bauzeiten zu einem Mittelständler gemacht, und ich habe es nicht bereut“, lässt der Geschäftsführer seine bisherige Zeit Revue passieren.

Quelle: Baugewerbe Online-Archiv. Schlagworte: Unternehmertypen

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– Aktualisiert am 10.09.2010 –