Referenz
JACBO-Bohrpfähle für das neue GuD-Kraftwerk von RWE-Power.

Neubau Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) in Lingen
Anzahl Bohrpfähle 377
Durchmesser 80 cm
Länge bis zu 21 m
Bohrpfahlbeton 3500 cbm
lfd. Bohrmeter 6700 m
Tagesleistungen bis zu 20 Pfähle (ca. 400 Bohrmeter/Tag für ein Bohrgerät)
Pfahlbewehrungen bis zu 15 m Länge
Bohrgeräte im Einsatz zeitweise 2
Auftraggeber ARGE Wolff & Müller (Köln)/August Mainka GmbH & Co. KG (Lingen)
Bauzeit ca. 6 Wochen

Direkt neben dem Kernkraftwerk (KKL) in Lingen haben die Pfahlgründungsarbeiten für das neue Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) begonnen, um der Anlage für die gesamte Laufzeit ein sicheres Fundament zu geben.

Mit zeitweise zwei Bohrgeräten stellt die JACBO Pfahlgründungen GmbH in rund sechs Wochen genau 377 Schneckenbohrpfähle mit einem Durchmesser von 0,80 m und mit Längen bis zu 21,00 m her. In die Pfähle werden Pfahlbewehrungen von bis zu 15,00 m Länge eingebaut. Spitzenleistung waren dabei täglich bis zu 20 Bohrpfähle mit insgesamt ca. 400 Bohrmetern pro Tag und Bohrgerät. Für die ca. 6.700 laufenden Bohrmeter benötigt JACBO 3.500 cbm speziellen Bohrpfahlbeton. JACBO-Auftraggeber ist die ARGE Wolff & Müller (Köln)/August Mainka (Lingen).

Bis zum Betriebsbeginn im April 2009 entsteht so auf dem Kraftwerksgelände an der Schüttorfer Straße eine der weltweit modernsten GuD-Anlagen. Die neue Anlage leistet 875 Megawatt und kostet rund 500 Millionen Euro. In solchen Anlagen treibt eine Gasturbine einen Generator zur Stromerzeugung an.

Bohrgerät

Die Wärmeenergie wird über einen Abhitzekessel genutzt, um Dampf zu erzeugen. Dieser treibt eine zusätzliche Turbine und damit einen weiteren Generator an. Durch den deutlich niedrigeren Brennstoffbedarf, der mit dieser Technologie erreicht wird, sind nach Angaben der RWE auch die Emissionen sehr gering. Dies gelte insbesondere für den Ausstoß von Kohlendioxyd. Das Kraftwerk wird so ausgelegt, dass bis zu 100 Tonnen Prozessdampf ausgekoppelt werden können (Kraft-Wärme-Kopplung).

Auf der Baustelle in Lingen werden in Spitzenzeigen bis zu 500 Menschen gleichzeitig arbeiten. Der Energiemix, der überall eingefordert wird, ist in Lingen und dem Emsland längst Realität geworden – ob die Energie nun aus Kernkraft, Gas, Wind, Biomasse oder Solaranlagen gewonnen wird. Ein mögliches Kohlekraftwerk in Dörpen würde diesen Mix komplettieren. Das neue Kraftwerk ist ein weiterer Meilenstein für eine zukunftorientierte Entwicklung der Stadt und des Emslandes – ein Stein, auf dem sich weiter bauen lässt.

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– Aktualisiert am 05.09.2010 –